Sport
Slacklining: Trendiger Outdoorspaß

Wenn die Sonne lacht, herrscht Hochbetrieb in Parks und Gärten. Immer mehr spielt sich dabei nicht auf dem Rasen, sondern darüber ab: Auf kniehoch gespannten Seilen wird balanciert und getrickst. Slacklining ist angesagt. spleens erklärt, was es mit diesem Sport auf sich hat.
Helene setzt ihren Fuß auf die Slackline, nimmt Schwung und stemmt sich hoch. Die Slackline - ein rund 50 Millimeter breites Gurtband - schwankt heftig unter ihrem Gewicht. Helene reißt die Arme hoch und versucht, das Gleichgewicht zu halten. Langsam setzt sie einen Fuß vor den anderen. Hochkonzentriert blickt sie nach vorn und läuft bis zur Gurtmitte - dann springt sie ab. "Puh, es sieht wirklich leichter aus, als es ist", lacht die 23-Jährige.
Keine Zirkusartisten
Wer zum ersten Mal eine Slackline - englisch für "schlaffes Seil" - sieht, der denkt wahrscheinlich zuallererst an Seilkünstler und Artisten. Doch Slacklining entstand nicht im Zirkus. Bereits in den 1960er-Jahren nutzten Bergsteiger ihre Seile, um auf ihnen zu balancieren. Der Zeitvertreib hat sich durchgesetzt, heute wird allerdings auf flachen Bändern geslackt. Immer mehr Spitzensportler, vor allem Skirennläufer, trainieren auf den Slacklines ihr Gleichgewicht. Seit einigen Jahren üben immer mehr Anhänger in Parks auf kniehohen Seilen neue Tricks.
Gefragt: Koordination und Konzentration
"Man ist am Anfang ganz verwirrt auf einer Slackline", beschreibt Helene ihre ersten Versuche. "Denn der Boden schwingt und es dauert ein bisschen, bis sich Kopf und Körper darauf eingestellt haben." Ein Slackliner muss die Balance halten, sich konzentrieren und seine Bewegungen gut koordinieren. Keine leichte Aufgabe. "Es dauert schon ein bisschen, ehe man seine ersten Schritte schafft", erläutert Anastasia (20). "Aber mich hat schnell der Ehrgeiz gepackt, ich wollte gerne die ganze Slackline entlanglaufen und am Ende des Tages hat es tatsächlich geklappt."
Outdoorsport mit hohem Spaßfaktor
Wer Slacken möchte, muss nicht sehr tief in die Taschen greifen. "Rund 40 Euro kostet bei uns ein Starterset", erläutert Rainer Elfring vom Slacklinehersteller Dolezych. Er hat auch die Azubis im Unternehmen, Helene, Kevin (22) und Praktikantin Anastasia, dazu motiviert, das Slacklining auszuprobieren. Und echte Begeisterung bei allen dreien geweckt. "Man kann mit seinen Freunden in den Park gehen und slacken", erklärt Helene. "Und man braucht dazu ja nur eine Slackline. Einfach zwei Bäume suchen, den Schutz um den Baum legen und die Line spannen. Es kommen immer Leute, die zuschauen oder es auch mal ausprobieren wollen. Es macht einfach richtig gute Laune." Mitunter entbrennt ein kleiner Wettkampf, wer weiter laufen kann oder sogar einige Schritte rückwärts schafft.
Übrigens muss niemand eine Sportskanone sein, um sich auf die Slackline zu wagen. "Ein bisschen Ehrgeiz sollte aber dabei sein, wenn ein Anfänger es ausprobiert", findet Kevin. "Dann bleibt man nämlich dran."
Fitnessgerät Slackline
Auf der Slackline werden nicht nur Balancegefühl und Koordinationsfähigkeit geschult, sondern auch die Muskeln gestärkt - und zwar am ganzen Körper. "Du spannst Muskeln an, von denen du gar nicht wusstest, dass du sie hast", schmunzelt Kevin. Damit ein Slackliner nicht von der Line fällt, gilt es, den Oberkörper gerade und sich mit Ausgleichsbewegungen der Arme und Beine im Gleichgewicht zu halten. Das ist anstrengend und die Sportler geraten ganz schön ins Schwitzen. "Ich hatte nach meinem ersten Tag auf der Slackline richtig Muskelkater", erinnert sich Helene. Viele Slackliner berichten, dass sie bei ihrem Sport außerdem sehr gut abschalten und Stress abbauen können. Warum? Wer sich auf die Line wagt, vergisst alles andere und konzentriert sich allein auf die nächsten Schritte. Alltagsstress tritt in den Hintergrund.
Einmal Slackline, immer Slackline
Wie in jedem Sport, gibt es auch beim Slacklining absolute Profis und Könner. Sie springen mit Anlauf auf die Line, gehen darauf in die Hocke, machen einen Handstand oder schlagen sogar ein Rad. Doch bis es so weit ist, heißt es üben. Aber für Fans, die es einmal gepackt hat, kein Problem. "Die Sportart fesselt einen einfach", ist Anastasia überzeugt. "Auch wenn ein Anfänger häufiger abspringt, der Kick kommt von selbst, wenn die Balance plötzlich da ist."





































oezlem sagt
Gönn dir das IKK Azubi-Paket!:
habe es bis jet ...
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