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Gesundheit

Sonnenlicht: lebensnotwendig und gefährlich

07.05.09 0 Kommentare Bewertungen (18) Aufrufe: 1098


Sonnenlicht ist nicht nur Lebenselexier für unsere Seele, sondern auch wichtig für den menschlichen Organismus. Es gibt zahlreiche Gründe, nicht auf die Sonne zu verzichten:


Sonnenschein setzt Glückshormone frei und macht gute Laune. Schnell ist vergessen, dass die Sonne der Haut auch schadet. Die Vorstellung, dass gebräunte Haut gesünder und attraktiver aussieht, besiegt oft die Vernunft.
Deshalb solltest Du gerade im Sommer darauf achten, wann und wie lange Du Deine Haut der Sonne aussetzen - ob im Urlaub oder auch Zuhause auf dem Balkon, im Garten oder im Freibad.

  • Sonne verstärkt die Produktion des Glücksbotenstoffs Serotonin im Gehirn, das hebt die Stimmung.
  • Sonne steigert die Vitalität, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.
  • Sonne regt die Bildung von Vitamin-D an. Dieses Vitamin stärkt den Knochenbau und beugt somit der Osteoporose (Knochenschwund) vor.
  • Sonne wirkt positiv auf Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte.

Doch jeder, der schon einmal einen Sonnenbrand hatte, kennt auch die Schattenseiten: Die Haut ist heiß, rot und extrem empfindlich der Spaß am Urlaub erst einmal verdorben. Mit jedem Sonnenbrand erhöht sich auch das Risiko an Hautkrebs zu erkranken.

GANZ WICHTIG: DER HAUTTYP


Bin ich ein Bleichgesicht oder eine Rothaut? Wie lange kann ich ohne Hautschäden befürchten zu müssen, in der Sonne bleiben? Neige ich zu einer Sonnenallergie? Haut ist nicht gleich Haut. Du solltest möglichst Deine Sonnenempfindlichkeit korrekt einschätzen und den richtigen Lichtschutzfaktor (LSF) verwenden. Nur dann beugst Du irreparablen Schäden vor. Ein Tipp für alle Fälle: Greife im Zweifel lieber zum höheren Lichtschutzfaktor - Deiner Haut zu Liebe. Wer empfindliche Haut hat, die zu Sonnenbrand neigt, schützt sich am besten mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 30 oder höher). Wer eher dunkle, unempfindliche Haut hat oder bereits vorgebräunt ist, kommt mit einem mittleren Schutz (etwa LSF 20) aus.

Hauttyp I hat helle Haut mit Sommersprossen, blonde oder rote Haare und blaue oder grüne Augen. Nach 5 bis 10 Minuten bekommt er einen Sonnenbrand, die Haut bräunt jedoch nicht.

Hauttyp II hat ebenfalls helle Haare und blaue oder grüne Augen und bekommt nach 10 bis 20 Minuten einen Sonnenbrand. Er bräunt kaum.

Hauttyp III hat dunkle Haare und braune Augen. Die Haut bräunt gut, ein Sonnenbrand tritt nach 20 bis 30 Minuten auf.

Hauttyp IV ist von Natur aus dunkel, bräunt schnell und problemlos und bekommt erst nach 40 Minuten einen Sonnenbrand.

Doch nicht nur Hauttyp und Hautfarbe beeinflussen die Schutzwirkung des Lichtschutzfaktors. Auch die Intensität der Sonneneinstrahlung spielt eine Rolle. Sie ist im mitteleuropäischen Raum geringer als in anderen Ländern. Je näher Du Dich am Äquator befindest, umso intensiver ist die Sonnenstrahlung. Je nach geographischer Lage eines Landes müsst Du den Lichtschutzfaktor dort entsprechend anpassen und erhöhen.

Den besten Sonnenschutz bieten dicht gewebte Kleidung und eine Kopfbedeckung.

DIE ZEHN GOLDENEN SONNENREGELN

Du weisst jetzt, zu welchem Hauttyp Du gehörst und welcher Lichtschutzfaktor angemessen für Dich ist? Schön. Dann brauchst Du nur noch zehn goldene Regeln zu beachten, um den schmerzhaften Erfahrungen mit der Sonne aus dem Wege zu gehen.

  1. Mindestens 30 Minuten vorher mit Sonnenschutzmittel eincremen. Und das möglichst im Schatten. Wichtig: Der LSF gilt nur einmal in 24 Stunden. Nachcremen verlängert nicht, sondern erhält nur die Wirkung.
  2. Beim Kauf des Sonnenschutzpräparats auf hohen UV-A und UV-B Filter achten. Lass Dich vom Hautarzt oder Apotheker beraten.
  3. Bei sehr empfindlicher Haut oder Sonnenallergie solltest Du ein Schutzmittel in Gelform verwenden. Diese enthalten weder Emulgatoren noch Konservierungsstoffe und reduzieren somit das Allergierisiko.
  4. Beim Strandurlaub wasserfeste Mittel verwenden. Nach dem Schwimmen gründlich abtrocknen und erneut eincremen.
  5. Schütze deine unbedeckte Hautstellen mit Sonnenschutzmittel. Achte speziell auf die Sonnenterrassen: Stirn, Ohren, Lippen, Augen, Schultern, Busen, Fußrücken und Gesäß.
  6. Trage eine Kopfbedeckung. Gerade bei lichtem Haar beugst Du so dem Sonnenstich vor.
  7. Eine gute Sonnenbrille schützt die Augen vor schädlichen Strahlen.
  8. Vermeide die Mittagssonne (circa 11-15 Uhr) und gönne der Haut eine Schattenpause.
  9. Deodorants, Parfüms und Kosmetika in der Sonne führen zu bleibenden Pigmentflecken. Verzichte darauf.
  10. Falls Du Medikamente einnimmst, sprich unbedingt vorher mit Deinem Arzt. Einige Arzneimittel führen zu einer Lichtsensibilität.


Hinweis:
Auch wenn Du es nicht glauben willst: Im Schatten bräunt man am schonendsten und intensivsten, denn UV-Strahlen wirken auch bei indirekter Sonne. Wolken lassen z.B. bis zu 90 Prozent der Strahlen durch.

WENN ES EINEN DOCH ERWISCHT HAT

Erstes und oberstes Gebot bei Hautrötungen: Raus aus der Sonne, aber sofort. Doch wie können Betroffene sich sonst schnell Linderung verschaffen?
 

  • Leichte Hautrötungen können mit einem Après-Produkt behandelt werden.
  • Kühlende Maßnahmen bringen schnelle Linderung. Geeignet dafür sind Wasser, Quark, Joghurt oder kalte Kamillen-Kompressen.
  • Bei extrem starken Juckreiz helfen Corticoid-haltige Salben, die man mittlerweile rezeptfrei in der Apotheke erhält.
  • Nimm viel Flüssigkeit zu dir (Wasser oder Tee).
  • Bei Schmerzen oder Fieber hilft Acetylsalicylsäure, die es in Tablettenform in jeder Apotheke zu kaufen gibt. In der Regel auch im Ausland.


WANN SOLLTEST DU UNBEDINGT EINEN ARZT AUFSUCHEN?

  • Bei starkem Sonnenbrand mit Bläschenbildung beim Auftreten von Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Übelkeit und Erbrechen.
  • Bei jeder Veränderung von Pigmentflecken (Farbe oder Form).

Mehr Infos findest Du auch unter http://www.ikk-classic.de


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