Gesundheit
Piercings & Tattoos: Das geht unter die Haut

Ob Schmuck im Bauchnabel oder bunte Bilder auf der Haut – Piercings und Tattoos zieren viele Körper. Doch dieser Trend ist nicht ganz ungefährlich. spleens hat sich schlau gemacht.
Die Promis machen es vor: Rihanna, Chester von Linkin Park, Fergie oder Katy Perry - sie alle tragen ein Tattoo oder haben ein Piercing. Zugleich ist dieser Schmuck aber auch eine Entscheidung fürs Leben. Ein guter Grund, genau nachzudenken, bevor die Nase mit dem Brilli verziert oder das Tattoo auf den Arm gestochen wird.
Was passiert genau ... ... beim Piercen?
Es wird mit einer sterilen Hohlrundnadel das Hautgewebe durchstochen. Die Haut wird quasi "ausgestanzt". Das erste Schmuckstück ist zumeist aus Titan und hat eine glatte Oberfläche. Das Material löst keine Allergie aus und das gestanzte Loch wird offen gehalten. Nun kann der Organismus den Stichkanal neu mit Haut auskleiden. Auf keinen Fall nickelhaltigen Schmuck verwenden: Es könnten Wunden und Infektionen entstehen.
Was passiert genau ... ... beim Tätowieren?
Mit einer Tätowiernadel werden Farbpigmente in die Haut gespritzt. Sie dringen bis in die zweite Hautschicht ein, wo sie verbleiben. Dabei verletzt das Gerät die Ober- und Unterhaut und es blutet. Der Schmerz, den diese Prozedur verursacht, wird von jedem Menschen anders empfunden. Manche beschreiben es als ein Piksen, andere vergleichen es mit einer Schürfwunde.
Nicht ohne Risiko
Die gesundheitlichen Gefahren sind nicht ohne: Bei einem Piercing können örtliche Schwellungen, Blutungen, Entzündungen, sogar Lähmungen die Folge sein. Die Wunde muss grundsätzlich gut gepflegt werden, da sie sich sonst entzündet. Willst du dein Piercing irgendwann loswerden und du entfernst das Schmuckstück, bleibt der Stichkanal mitunter jahrelang sichtbar.
Bestimmte Tattoofarben können Allergien auslösen. Um das zu vermeiden, ist vor dem Tätowieren ein Allergietest beim Hausarzt unumgänglich. Kannst du deine Hautbilder nicht mehr sehen, hilft nur eine Laserbehandlung. Ein zumeist sehr teurer und langwieriger Prozess, der nicht immer erfolgreich ist. Die Kosten schwanken zwischen 60 und 250 Euro pro Behandlung. Um ein kleines Tattoo verschwinden zu lassen, zahlst du schnell rund 200 Euro.
Das richtige Studio
Du bist dennoch fest entschlossen? Dann mach dich auf die Suche nach einem guten Studio. Daran kannst du es erkennen:
- Vor dem Eingriff wird über alle Risiken und Komplikationen aufgeklärt.
- Die Haut wird sorgfältig desinfiziert.
- Beim Piercen/Tätowieren werden sterile Handschuhe getragen.
- Instrumente liegen nicht herum.
- Es werden Einmalnadeln verwendet.
- Desinfektionsmittel, sterile Kompressen, Tupfer und Pflaster sind ausreichend vorhanden.
- Das Studio bietet eine Nachversorgung der Wunde an.
- Du erhältst Infos über den Heilungsprozess und die richtige Pflege bei einem Piercing.
Nur mit Erlaubnis
Wenn du unter 18 Jahre alt bist, benötigst du die schriftliche Erlaubnis deiner Eltern. Das Dokument musst du im Studio vorlegen. Aber Vorsicht: Wird weder nach deinem Alter noch nach der Zustimmung gefragt, bist du an einen unprofessionellen Anbieter geraten!
Tipp
Gehe immer zu einem Fachmann und versuche es auf keinen Fall selbst. Die Gefahr, dass du dich verletzt, ist einfach zu groß.



































Kommentare zu diesem Artikel
Astrid sagt
ich finde es auch auf Dauer nervig, es hat doch jeder 2. n Tattoo oder Piercing...
12. August 2011 um 22:55 Kommentar melden
Astrid sagt
ich finde es auch auf Dauer nervig, es hat doch jeder 2. n Tattoo oder Piercing...
12. August 2011 um 22:55 Kommentar melden
Klette sagt
Ich lasse und werde mir nie Tatoos oder Piercing stechen lassen.
08. Juni 2011 um 16:40 Kommentar melden
Piercer sagt
Hallo,
vielleicht erstmal informieren ! Das Stechen eines Piercings und Stanzen eines Piercings ( welches mit dermal Punch durchgeführt wird) sind verschiedene Sachen.
Es werden keine sterilen Handschuhe getragen, sondern "normale" Latex Handschuhe! Es wird auch keine Farbe in die Haut "gespritzt" ! Und von Nickelhaltigen Schmuck ( z.B. 316LVM Stahl) entstehen keine Infektionen oder wunden. Es kann höchstens zu einer überreizung bzw. allergieschen Reaktion kommen, wenn man eine Unverträglichkeit hat.
Wenn man schon die Verantwortung hat und Teens mit Informationen füttert , dann bitte mit den Richtigen !!!
Bye
08. Juni 2011 um 16:13 Kommentar melden
Rosen-duften sagt
Ich überleg mir auch schon die ganze Zeit, ob ich mir mal ein Tattoo stechen lasse...
Aber erstens weiß ich nicht wo
und zweitens ist auch noch das Problem, je älter man wird, desto mehr hängt die Haut und dann sieht das nur noch sch... aus.
Also besser doch keins? :x
02. Juni 2011 um 18:22 Kommentar melden