Sport
Mit dem Wakeboard auf die Welle

Mit dem Wakeboard unter den Füßen über das Wasser flitzen - cooles Hobby und echte Herausforderung für Sportbegeisterte. spleens stellt den trendigen Wassersport mit hohem Funfaktor vor.
Das Wasser spritzt, Stephan (17) saust auf seinem Wakeboard über den See - gezogen von der Wasserski-Seilbahn Er fährt auf eine Rampe zu, nutzt sie als Schanze, springt ab, dreht sich einmal um die eigene Achse, ähnlich wie beim Radschlagen, und landet sicher auf dem See - ohne das Seil der Bahn loszulassen. Stephan strahlt über das ganze Gesicht: Er hat den sogenannten "Flip" geschafft und lässt sich mit vollem Tempo weiterziehen.
Flexibles Board
Wakeboard fahren ist eine Mischung aus Skateboarden und Snowboard. Wakeboarden erfordert hohe Konzentration, einen sehr guten Gleichgewichtssinn und Mut, schließlich erreichen die Boarder rund 30 Kilometer pro Stunde, erklärt Stephan. Die Seilbahn zieht die Wakeboarder immer im Kreis über den See. Dabei funktioniert sie wie ein Lift im Gebirge - mit dem Unterschied, dass es hier nicht bergauf, sondern mit hoher Geschwindigkeit über das Wasser geht.
Auf dem See verteilt befinden sich verschieden große Schanzen - die Obstacles, die als Absprungmöglichkeit dienen. Beim Wakeboard stehen die Füße quer zum Brett wie beim Snowboard. Um zu lenken, muss das Gewicht genau verlagert werden - auf die vordere oder hintere Kante. "Das ist echt anspruchsvoll, aber so ist das Board sehr flexibel und es lassen sich viele Tricks erlernen", erklärt der Boarder. Tricks sind Sprünge oder Drehungen. Zum Beispiel beherrscht Stephan die schon beschriebene 360°-Drehung in der Luft, den sogenannten Flip, der dem Radschlagen beim Turnen ähnlich ist.
Viel Training, viel Spaß
"Wenn ich Wakeboard fahre, fühle ich mich frei", so Stephan über seinen Sport. "Mir kommt es so vor, als wäre ich allein auf dem See, nur das Wasser vor mir und der riesige Spaß an der Sache. Ich muss mich gar nicht zum Training motivieren." Wer sicher boarden möchte, sollte so oft wie möglich fahren. Wenn die Freude anhält, ist der Beitritt in einen Club denkbar. "Ich trainiere einmal in der Woche im Club mit einem Trainer, der uns Tricks beibringt und erklärt, was wir verbessern müssen", so Stephan. Vor jedem Training ist es wichtig, sich sehr gut aufzuwärmen, das verhindert Muskelverletzungen. "Beim Training übe ich Tricks, die ich schon kann, um noch sicherer zu werden. Danach probiere ich zum Beispiel einen neuen Sprung, den ich klasse finde und mir bei anderen abgeschaut habe."
Wakeboarden mit dem Boot
Nicht nur mit der Seilbahn, auch mit dem Boot lassen sich Wakeboarder über das Wasser ziehen. "Allerdings ist das sehr kraftaufwendig", weiß Stephan. "Du startest im Wasser, das Boot zieht dich mit deinem Wakeboard an die Oberfläche. Das kostet viel Armkraft, denn die Wassermassen müssen erst einmal verdrängt werden." Das Boot erzeugt während der Fahrt Wellen, die Wakeboarder fahren in die Welle hinein und nutzen sie als kleine Rampen. "Ich mag die Seilbahn lieber", erklärt Stephan. "Das Boot fährt bis zu 45 Stundenkilometer schnell. Das ist echt noch mal eine Spur anstrengender als mit dem Lift."
Anspruchsvolle Wettkämpfe
Seit 1990, der Geburtsstunde des Wakeboards, gibt es auch Wettkämpfe an der Seilbahn und hinter dem Boot. Hier zeigen die Boarder, was sie an Tricks drauf haben. Bewertet wird dabei unter anderem die Ausführung der Sprünge. Eine wichtige Rolle spielt außerdem, wie hoch der Wakeboarder abspringt und wie aggressiv und entschlossen er dabei vorgeht. Außerdem urteilen die Schiedsrichter über die Komposition der einzelnen Tricks.
Jeder ist willkommen
Wakeboard fahren ist ein geselliger Sport, neue Leute sind gern gesehen. Jungs wie Mädchen sind auf den Bahnen zu treffen, Wakeboarden ist ein Sport für alle. Wer an Wettkämpfen teilnehmen will, sollte möglichst früh den Sport erlernen. Just for fun kann aber jeder fahren - ganz gleich, welchen Alters, nur robust sollte der- oder diejenige sein. "Das Wasser kann sehr kalt sein und auch ein Sturz sollte verpackt werden können", weiß Stephan. Wenn der Sommer zu Ende geht, steigt der 17-Jährige auf Snowboard und Skateboard um. "Das macht auch Spaß und ich bewahre mir die Vorfreude auf mein Wakeboard."
Viele Disziplinen
Es gibt noch weitere Möglichkeiten, sich über das Wasser ziehen zu lassen. Eine interessante Variante ist das Wakeskate: Dabei steht der Sportler auf einer Art Wakeboard, allerdings ohne feste Bindung - ähnlich wie beim Wellenreiten. Auch hier beherrschen die Boarder viele Tricks, wobei sie allerdings nicht so hoch springen wie beim Wakeboarding. Wer mag, kann auch ganz ohne Skier oder Board über das Wasser flitzen, nur mit bloßen Füßen. Die rasante Disziplin Barfuß-Wasserskikommt ursprünglich aus den USA. Die Sportler werden mit bis zu 70 Stundenkilometer schnell gezogen und auch hier sind tolle Figuren in der Luft möglich.


(6)































Kommentare zu diesem Artikel
Maureen1 sagt
Ich möchte das auch mal machen aber ich weiß nicht wie teuer das ist oder sein kann.
03. Dezember 2009 um 17:56 Kommentar melden
toorgee sagt
das is voll geil...aba beim erstem mal bin ich voll im wasser gelandet :)
20. Januar 2009 um 15:14 Kommentar melden
sunny sagt
Bei mir in der Nähe kann man das auch machen - vielleicht probier ich das im nächsten Sommer mal aus.
23. Dezember 2008 um 16:29 Kommentar melden