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Gesundheit

Mehr als Haut und Knochen

28.05.09 3 Kommentare Bewertungen (18) Aufrufe: 3154

Wer zu viel isst, wird schnell dick. So weit, so schlecht. Wer aber kaum etwas zu sich nimmt, entwickelt sich genauso schnell zum wandelnden Skelett. Und das kann ebenfalls böse enden. IKK spleens sagt, warum.

Am Ende soll Ana Carolina Reston nur noch Äpfel und Tomaten gegessen haben, monatelang. Ganze 40 Kilogramm brachte die 21-Jährige, die mit einer Körpergrößevon 1,74 Metern, langen dunklen Haaren und den Gesichtszügen einer Märchenprinzessin gesegnet war, noch auf die Waage. Dann starb das brasilianische Topmodel. Todesursache: Nierenversagen, hervorgerufen durch ihre Magersucht. Das war vor zweieinhalb Jahren.

Trotzdem werden die Laufstege dieser Welt weiterhin von Haut und Knochen dominiert, von zumeist spindeldürren Mädchen. Auch TV-Shows wie „Germany’s Next Topmodel“gaukeln ein Schönheitsideal vor, das es so eigentlich gar nicht gibt. Anfang 2007 wurden 25.000 Menschen aus aller Welt von der Marktforschungsgesellschaft ACNielsen zu dem Thema befragt. Ergebnis: 81 Prozent halten Models und Prominente für zu dünn.

Extreme Gesundheitsrisiken

Aber nicht nur ästhetisch ist der Ultradünn-Look zweifelhaft, vor allem birgt er enorme Gesundheitsrisiken, für Mädchen wie für Jungs. Denn: Der menschliche Körper benötigt ausreichend Nährstoffe, um seine Funktionen aufrechterhalten zu können. Bei allen scheint diese Erkenntnis aber noch nicht angekommen zu sein. Laut Robert-Koch-Institut weit verbreitet unter Jugendlichen: ein Mangel an Jod, Folsäure und Calcium. Jod steckt zum Beispiel in Fisch, Folsäure in Vollkornbrot, Calcium in Milchprodukten. Speziell Mädchen haben zudem häufig mit Eisenmangel zu kämpfen. Eisen ist unter anderem in Gewürzen, Fleisch und Nüssen enthalten.

Wer zu wenig isst, dadurch nicht genügend Nährstoffe zu sich nimmt und abmagert, muss mit ernsthaften und langwierigen Konsequenzen rechnen. „Die Hauptfolgen sind bei mir ein teilweise extrem niedriger Blutdruck, Puls und Blutzuckerspiegel“, schildert ein junges Mädchen in einem Internetforum für Magersüchtige ihre Erfahrungen, obwohl sie sich schon seit über zwei Jahren wieder normal ernähre. „Ich habe fast täglich einen Blähbauch, habe im Wechsel permanent Verstopfung und Durchfall. Außerdem leide ich unter Albträumen und Muskelverspannungen.“ Dabei muss man nicht zwangsläufig eine Essstörung wie Magersucht und Bulimie aufweisen, um seinen Körper in Bedrängnis zu bringen.

Infektionen, Haarausfall, Knochenschwund

Generell sind Untergewichtige anfälliger für Infektionen, sie frieren schnell, sind häufig müde, der Körper bildet Wassereinlagerungen. Auch wird der Hormonspiegel in Mitleidenschaft gezogen. Mögliche Folgen: Trockene Haut, brüchige Nägel und Haare bis hin zu Haarausfall und Änderungen der Körperbehaarung sowie ein Ausbleiben der Menstruation. Wer schon vor Beginn der Pubertät deutlich zu wenig auf die Waage bringt, kann in seiner weiteren körperlichen Entwicklung und im Wachstum beeinträchtigt werden. Langfristig haben Untergewichtige außerdem ein erhöhtes Risiko, Osteoporose, also Knochenschwund, zu entwickeln.

Allerdings, so die Einschränkungvon Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung(DGE), ist „Untergewicht nicht per se ungesund. Einige Menschen haben von Natur aus einen schlanken Körperbau und liegen somit unterhalb des Normalgewichtes.“ Entscheidend ist es für jedermann, möglichst frische Mahlzeiten zu sich zu nehmen, ausreichend und ausgewogen zu essen, seinen Körper mit genügend Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Denn im Extremfall können Mangelernährung und Untergewicht sogar zum Tode führen. So wie bei Ana Carolina Reston.


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Kommentare zu diesem Artikel

Schokoholik sagt
es gibt echt dumme leute...die behaupten dann dass man magersüchtig ist, obwohl das gar nicht stimmt...weil sie nicht wissen was magersucht ist und sie selber übergewichtig sind... :-(

21. Oktober 2010 um 19:33 Kommentar melden

Jessy sagt
Der Meinung bin ich auch.
Außerdem bin ich selbst an der Grenze...esse normal und nehm einfach nicht zu^^
Nur weil man zu dünn ist, heißt das nicht gleich Magersüchtig zu sein!

26. Juli 2009 um 00:11 Kommentar melden

Thalii. sagt
..Also ich hab mir jetzt diesen text durch gelesen und i.wie scheint das ja auf Magersucht bezogen zu sein aber Magersucht heißt ja nicht nur .. nichts oder wenig zu essen Magersucht heißt ein falsches Bild von sich zu sehn .. zu sehn das man zu dick ist und nicht mehr essen kann/darf sonst wird man zu dick ! ...

04. Juni 2009 um 18:22 Kommentar melden

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