Sport
Echtes Quidditch macht "Muggeln" Beine

Foto: Nicholas Hall
Dein Leben hat keinen Sinn mehr, seitdem Harry Potter in Rente gegangen ist? Doch: Denn durch dich finden die Abenteuer des sympathischen Jungzauberers ihre Fortsetzung. Was du dazu tun musst? Quidditch spielen!
Middlebury im Nordosten der USA: Junge Menschen laufen über den Campus-Rasen, zwischen ihren Beinen klemmen Besen. Sie rennen, springen, werfen, kreischen – und sind begeistert. Von ihrem Sport, von Quidditch: „Es ist so albern, macht aber gleichzeitig so viel Spaß!“, jubelt ein Spieler in die Kamera. Und ein anderer: „Es ist neu und es ist anders!“ „Ich habe so etwas noch nie erlebt“, meint ein weiterer. Das war im vergangenen Jahr beim „World Cup 2008“ im US-Bundesstaat Vermont.
Eigener Quidditch-Verband
Tatsächlich wird der Mannschaftsflugsport aus den Harry-Potter-Romanen jetzt auch am Boden gespielt, von „Muggeln“, Menschen ohne Zauberkräften also. Und er wird in den Vereinigten Staaten immer populärer, vor allem unter Studenten. Ein Student war es auch, der gleich einen ganzen Verband gründete, die Intercollegiate Quidditch Association (IQA). Nach Angaben der IQA haben bereits über 200 Unis aus aller Welt ein Quidditch-Team ins Leben gerufen.
So funktioniert Quidditch
Logisch ist: Flugkünste gibt es beim Muggel-Quidditch keine zu bewundern. Aber auch Nicht-Magier können den goldenen Schnatz jagen und Spaß haben. Und zwar so: Zwei Mannschaften a sieben Spielern stehen sich auf einem Rasenfeld gegenüber. Die drei Jäger versuchen, den Quaffel (besteht meist aus einem Fußball oder einem Volleyball)) per Wurf durch einen der drei auf Stangen befestigten Hula-Hoop-Reifen zu befördern, die die gegnerischen Tore darstellen – zehn Punkte gibt es dafür.
Die zwei Treiber wiederum wollen die gegnerischen Jäger mit ihren Klatschern (ist meist ein Ball, wie er beim Völkerball zum Einsatz kommt) abschießen. Ist ein Jäger getroffen, muss er seinen Besen fallen lassen und einmal um die Tore laufen. Das simuliert den Abwurf vom fliegenden Besen.
Der goldene Schnatz
Der Hüter wiederum übernimmt die Rolle des Torwarts und soll Angriffsversuche des Gegners abwehren. Und der Sucher macht sich auf die Jagd nach dem goldenen Schnatz (hier ein Tennisball). Der steckt in einer Socke eines neutralen, ganz in Gelb gehüllten Spielers, der umher läuft – sogar über das Spielfeld hinaus. Schnappt sich ein Sucher die Socke samt Inhalt, erhält seine Mannschaft 50 Punkte und das Spiel ist beendet.
Quidditch im Schulunterricht
In Wales hat eine Schule Quidditch sogar in den Lehrplan aufgenommen. Die Kids sollen so mehr Lust auf Sport bekommen. Immerhin gibt es beim Quidditch kaum Atempausen. Das Spiel ist eine Mischung verschiedener Sportarten und vereinigt Elemente von Handball, Basketball, Rugby und Völkerball in sich.
Bis zu uns nach Deutschland ist die Quidditch-Begeisterung allerdings noch nicht vorgedrungen. Aber was aus Amerika kommt, wird ja meist irgendwann nachgeahmt. Deshalb liegt es jetzt an euch: Habt ihr auch Lust auf Quidditch? Wenn ja, dann schnell rauf auf den Besen!
Weitere Infos im Netz:
collegequidditch.com


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Kommentare zu diesem Artikel
MuSiqfrEaQii_ sagt
wow!!! voll geil sowas :D
Harry Potter verändert die welt!!
soll auf jeden fall nach Deutschland kommen, und nicht nur an die Unis!
I
07. November 2009 um 16:50 Kommentar melden
handballfreak sagt
Klingt voll abgedreht macht aber bestimmt voll fun
04. September 2009 um 12:17 Kommentar melden
_annemie_ sagt
Das ist ja mal der HAMMA!!!
Ich liebe Harry Potter und dem entsprechend auch Quidditch!Wenn das endlich nach Deutschland kommt dann bestimmt erst nach Berlin....ich wohn aber in Wittenberg!Aber Hauptsache es kommt!!!!Danke für die gute Nachricht:D....es ist einfach der Wahnsinn...ich muss unbedingt nach Wals auf ddie Schule, am Besten ich fang nochmal in der ersten Klasse an;)
Lg Annemie!
13. Mai 2009 um 22:07 Kommentar melden