Sport
Cross-Golf

Golfen ist ein toller Sport. Leider aber häufig ein Privileg für Besserverdienende. Schluss damit: Beim Cross-Golfen kommt jeder in den Genuss von Abschlägen und Einputten. Gespielt wird auf stillgelegten Industriegeländen und Brachlandschaften. Auch gilt hier mehr der Spaß am Spiel und nicht nur das Gewinnen.
Was ist Cross-Golfen?
Cross-Golfen (geschrieben auch: X-Golf) unterscheidet sich vom klassischen Club-Golfen in vielerlei Hinsicht. Gespielt wird zum Beispiel nicht auf einem gepflegten Rasen, sondern auf stillgelegten Industriegeländen oder anderen weitläufigen Brachlandschaften. Auch das Outfit ist anders: beim X-Golfen ist coole Kleidung nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Das Ziel bleibt aber dasselbe: Man muss den Ball mit möglichst wenigen Schlägen vom Start zum Ziel spielen. Als Ziel kann dabei alles dienen: Eine leere Getränkedose, ein Baum oder ein Papierkorb. Der Weg dorthin ist beim X-Golf natürlich mit wesentlich mehr Hindernissen bestückt als auf der klassischen Golf-Anlage. Nicht selten landet der Ball in einem Graben, vor einer Mauer oder kaum auffindbar in wuchernden Büschen. "Genau das macht für mich den ganz besonderen Reiz dabei aus" sagt Kathrin (19), begeisterte X-Golferin. "Oft muss man über Zäune klettern oder enge Gassen durchqueren. Jedes Spiel ist eine neue Herausforderung, du weißt nie, was dich erwartet!"
Was brauche ich zum Cross-Golfen?
Gespielt wird mit "echtem" Golf-Equipment. Allerdings werden Schläger und Bälle meist nicht neu gekauft, sondern wesentlich günstiger in Second-Hand-Läden erstanden. Ein gebrauchter Schläger kostet zwischen 10 und 15 Euro, einen Ball bekommt man schon für 30 Cent das Stück. Gebrauchtes Equipment findest du beispielsweise im Internet unter www.all4golf.de. Eine weitere Möglichkeit, an Equipment zu gelangen, ist der Weg zum Golf-Club. Dort kann man aussortierte Schläger und Bälle preisgünstig bekommen. Gerade Anfängern ist der Gebrauch von Softbällen aus Moosschaum zu empfehlen. Diese sind sehr leicht, werden durch die Luft stark abgebremst und fliegen deshalb kaum weiter als zehn Meter. Am meisten Spaß macht X-Golfen in der Gruppe. Inzwischen gibt es deshalb zahlreiche X-Golf-Clubs.
Ist Cross-Golfen gefährlich?
Wenn ein Golfball richtig getroffen wird, kann er zu einem gefährlichen Geschoss werden. Oft erreicht ein geschlagener Ball eine Geschwindigkeit von 200 Kilometern in der Stunde. Das kann nicht nur erhebliche Sachschäden anrichten, sondern auch zu lebensgefährlichen Verletzungen bei Passanten führen. Die wichtigste aller X-Golf-Regeln lautet deshalb: Erst schauen, dann spielen. Nur wenn die Bahn frei ist, sollte ein Ball ins Weite geschlagen werden. Überhaupt sollten Cross-Golfer nur solche Gelände wählen, auf denen wenige Menschen unterwegs sind. Vorsicht ist auch beim Ausholen des Schlägers geboten. Schließlich soll der Ball und nicht der Mitspieler getroffen werden. Es gilt: Safety first. Wichtiger als der Sieg ist beim X-Golfen eh der Spaß am Spiel.
Wo kann ich X-Golfen?
Der Vorteil beim X-Golfen ist, dass es sich überall dort spielen lässt, wo genügend Platz und möglichst wenige Passanten anzutreffen sind. Da man im Gegensatz zum klassischen Club-Golf nicht an eine Platzanlage gebunden ist, kann man häufig den Ort des Geschehens wechseln. Das bedeutet nicht nur eine immer neue Herausforderung, sondern auch die Möglichkeit, ein wenig herumzukommen. Wer sich mit anderen zu einer Gruppe oder einem Verein zusammenschließt, kann auch an X-Golf-Turnieren teilnehmen.



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oezlem sagt
Gönn dir das IKK Azubi-Paket!:
habe es bis jet ...
18 Kommentare