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Gesundheit

Bewusst einkaufen

17.12.08 0 Kommentare Bewertungen (4) Aufrufe: 1830

Ob Partyhäppchen oder "unser täglich Brot": Bio-Produkte sind in und klingen gesund. Doch nicht überall, wo "Bio" draufsteht, ist auch Gesundheit drin! Du willst bewusst einkaufen? spleens zeigt dir den Weg durch den Dschungel biologischer Lebensmittel.

Bioprodukte gibt es längst nicht mehr nur in Spezialgeschäften wie Reformhäusern. Heute füllen sie auch die Regale in den Supermärkten, versehen mit unterschiedlichen Bezeichnungen. Was verbirgt sich dahinter und was bedeutet "Bio" eigentlich?

Staatliches Siegel

Seit einigen Jahren hilft ein staatliches Biosiegel bei der Orientierung. Das kleine, weißgrüne Sechseck mit dem Schriftzug "Bio" schafft Klarheit und Einheitlichkeit bei Bio-Produkten. Das Zeichen orientiert sich an einer Verordnung der Europäischen Gemeinschaft (EG) und ist rechtlich geschützt: Die Lebensmittel-Hersteller müssen genaue Anordnungen erfüllen, damit ihre Produkte das Siegel erhalten.

Strenge Vorschriften

Wenn ein Bauer oder Produzent seine Produkte mit dem staatlichen Biosiegel versehen will, muss er nachweisen, dass mindestens 95 Prozent der Zutaten, die für die Herstellung notwendig sind, aus ökologischem Anbau stammen. Die Bauern verzichten beispielsweise auf bestimmte Stickstoffdünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel. Sie setzen nicht auf Chemie, sondern auf moderne Technik und Köpfchen. So gelangen weniger Schadstoffe in das angebaute Gemüse, die Ackerböden sind gesund, fruchtbar und nicht überdüngt.

Das Grundprinzip der ökologischen Landwirtschaft ist es, im Einklang mit der Natur zu wirtschaften. Der Nährstoffkreislauf jedes Hofes soll möglichst geschlossen sein: Die Futterpflanzen für die Tiere wachsen auf den Äckern, die später mit dem Mist der Tiere wieder gedüngt werden. Es dürfen nur so viele Tiere gehalten werden, wie mit eigenem Futter ernährt werden können. Die Tiere werden artgerecht gehalten und die Qualität der Produkte ist sehr hoch, auch wenn die Erträge unter Umständen geringer als in der herkömmlichen Landwirtschaft ausfallen können. Außerdem dürfen Ökolebensmittel zum Beispiel gegen Schädlinge und bessere Haltbarkeit nicht radioaktiv bestrahlt und auch nicht gentechnisch verändert werden.

Die Biomarken der Supermärkte

Neben dem staatlichen Siegel bieten viele  Supermarktketten auch eigene Biomarken an, denn Biolebensmittel sind gefragt und verkaufen sich gut. Die Eigenmarken heißen zum Beispiel Naturkind, Bio-Wertkost, ReweBio oder BioBio. Die Bio-Eigenmarken vergibt der Anbieter nach eigenen Regeln. Sie müssen - wie das staatliche Biosiegel - mindestens der EU-Ökoverordnung entsprechen und bestehen zu mindestens 95 Prozent aus Biozutaten. Deshalb prangt an den Produkten sowohl das bekannte Biosiegel als auch die jeweilige Biomarke des Supermarktes.

Bioland, Demeter und Co.

Damit nicht genug, gibt es noch eine weitere Gruppe, deren Produkte im Supermarkt und im Reformhaus zu finden sind: Die ökologischen Anbauverbände wie Demeter, Biokreis, Bioland oder Naturland. Ihre Produkte unterliegen noch strengeren Kriterien als die, die das staatliche Bio-Siegel tragen. Ständige, sehr genaue Kontrollen sorgen für einen extrem hohen Qualitätsstandard. Bei Naturland ist es sogar möglich, den Weg, den das Produkt genommen hat, zu verfolgen. Unter www.bio-mit-gesicht.de kann ein Code, der auf der Produktverpackung steht, eingegeben werden. Dann erhält der Verbraucher Informationen, woher sein Produkt stammt.

Bio-Supermärkte

Mittlerweile gibt es komplette Bio-Supermärkte, in denen Bio-Lebensmittel (sowohl Speisen als auch Getränke) in großer Auswahl angeboten werden. Ein Blick lohnt sich!

Hier gibt´s weitere Infos im Web:

www.bio-siegel.de

www.talking-food.de

www.oekolandbau.de

www.oeko-fair.de

www.bio-mit-gesicht.de

www.bio-markt.info


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