Sport
Mountainbiking

Mit dem Rad über Schotter, Baumstämme und Abhänge: Mountainbike fahren ist richtiger Rennsport. spleens hat sich auf den Sattel geschwungen und erklärt, was diese Sportart ausmacht.
Der Weg nach oben ist geschafft. Marvin (15) und Nick (15) sind mit ihren Mountainbikes quer durch das Gelände den steilen Hügel hinaufgefahren. Eine kurze Pause und dann geht es wieder runter. Für die Abfahrt ist höchste Konzentration gefragt: Die Strecke führt wieder über unbefestigte und holperige Wege. Mit viel Schwung fahren beide los, immer bereit, Hindernissen auszuweichen. Downhill, also bergab fahren im Gelände, ist echt eine Herausforderung und sorgt für ein Kribbeln in der Magengegend. Das macht einfach unheimlich viel Spaß, freut sich Nick (15).
Ausgetretene Wege verlassen
Wie viele radsportbegeisterte Jugendliche sind auch Nick und Marvin in einem Verein. "Ich wollte gerne etwas Ungewöhnliches machen, also kein Fußball oder Schwimmen. Deshalb habe ich mich für das Mountainbike entschieden", erzählt Nick. Beide haben ein Probetraining absolviert und waren sofort begeistert. "So einen spannenden Sport macht nicht jeder", findet Nick. In Deutschland gibt es dennoch jede Menge Radsportvereine. Beinahe in jeder größeren Stadt ist ein Verein zu finden. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, kann auf der Homepage des Mountainbike Verbandes Deutschland nachsehen. Hier gibt es Informationen, welche regionale Gruppe in der Nähe vertreten ist. Unter www.mtbvd.de sind Ansprechpartner und Adressen zu finden. Eine gute Idee ist es, genau wie Nick, nach einem Probetraining zu fragen. Dann "erfährt" man am eigenen Körper, ob Mountainbiking die passende Sportart ist.
Was kann ich?
Wer wie Marvin und Nick Asphaltstraßen verlassen und im Gelände unterwegs sein möchte, sollte sich gut vorbereiten. Mountainbike zu fahren erfordert viel Geschicklichkeit im Sattel. Denn im Gelände ist immer mit plötzlichen Hindernissen zu rechnen. "Wir müssen schon viel üben, damit wir ein Gefühl für das Rad und auch unser eigenes Können bekommen: Was kann ich wagen, wann bremse ich besser oder steige sogar ab?", erklärt Marvin.
Vielseitiges Training
Damit die Mountainbiker ihr Sportgerät gut beherrschen und keine Unfälle geschehen, stehen Sicherheitsübungen weit oben auf dem Trainingsplan: "Wir versuchen, auf der Stelle zu stehen, ohne abzusteigen oder umzufallen", erklärt Marvin: "Wir hüpfen mit dem Rad, damit wir Hindernissen ausweichen können und die Balance dennoch behalten." Aber auch die körperliche Fitness sorgt für Sicherheit auf dem Rad, ergänzt Nick: "Mit einem zusätzlichen Zirkeltraining werden Muskeln und Rücken gestärkt, so dass die Belastung nicht so groß ist." Außerdem gibt es ein gezieltes Ausdauertraining auf der so genannten Rolle: Dabei steht das Mountainbike mit beiden Rädern auf großen Walzen. Tritt man in die Pedale, drehen sich diese Rollen mit - und man fährt auf der Stelle. "Dadurch wird der Tritt gleichmäßig und im Gelände verlieren wir weniger Kraft", erklärt Nick.
Die Schutzausrüstung
Gibt es dennoch einmal einen Sturz, schützen Helm, Handschuhe sowie Protektoren an Armen und Beinen vor größeren Verletzungen. Neben dem Helm spielen gerade Handschuhe eine wichtige Rolle. Mit ihren Verstärkungen an Knöcheln, Handgelenken und Daumen schützen sie vor Steinen und Geröll und sorgen für einen sicheren und festen Griff. Die restliche Bekleidung sollte atmungsaktiv sein und kaum Feuchtigkeit aufsaugen. Denn in feuchter oder nasser Kleidung kühlen Biker schnell aus, was vor allem bergab - durch den Fahrtwind - dazu führen kann, dass die Muskeln verhärten. Aus diesem Grund werden Mountainbike-Trikots und Hosen in erster Linie aus Kunstfasern hergestellt. Diese erfüllen die geforderten Material-Eigenschaften nicht nur in Bezug auf Funktionalität, sondern sind auch sehr robust und widerstandsfähig. Wer besonders beim Downhill auf Nummer sicher gehen will, investiert außerdem in eine Protektorenjacke, die Schulter, Brust und Arme rundherum schützt.
Das Mountainbike
"Normale Straßenräder sind viel zu empfindlich und würden schnell kaputtgehen", erklärt Marvin. Das Material ist einfach nicht auf die heftige Belastung ausgelegt und könnte sogar für den Fahrer gefährlich werden. Die Reifen sind wie Sportschuhe - auf ihnen bewegt sich das Rad durchs Gelände: Sowohl die Reifenbreite als auch das Stollenprofil sind genau auf die extremen Bedingungen abgestimmt. Sie sind belastbar und bieten in fast jeder Schräglage Halt. Auch der Rahmen des Mountainbikes ist extra stabil gebaut und kann Schläge aushalten, wenn der Weg beispielsweise über dicke Baumwurzeln oder große Steine führt. Gleichzeitig muss der Rahmen aber auch leicht sein. Nur so bleibt das Bike wendig und der Fahrer kann plötzlichen Hindernissen rechtzeitig ausweichen.
Ab auf die Piste
Anfänger und Fortgeschrittene können sich nicht nur in der nahen Umgebung austoben. In Deutschland gibt es immer mehr sogenannte Bikeparks. Hier sind die Strecken speziell für Biker präpariert, oft mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. In den meisten Bikeparks steht Downhill fahren klar im Vordergrund. Bei einigen erspart ein Lift den oft mühsamen Weg nach oben. Außerdem gibt es meist auch Holzwippen oder Rampen für Sprünge. Aber auch hier gilt: Nicht zu waghalsig werden! Vor dem Start sollten die Biker die Strecke genau begutachten. Angenehmer Nebeneffekt bei einer solchen Tour im Park: Das Fahren auf präparierten Strecken schult die individuelle Fahrtechnik und bringt Sicherheit. Für jeden Geschmack lassen sich Übungsplätze finden. Neben anspruchsvollen Abschnitten gibt es immer auch Pisten für Neulinge. Die meisten Parks verleihen Bikes (ab 20 Euro/Tag) und Ausrüstung. Biker sollten auf jeden Fall einen (Integral-)Helm, Handschuhe, Ellbogen-, Knie- und Schienbeinschoner sowie eine Protektorenjacke tragen.
Biken lernen
Viele der Bikeparks bieten mittlerweile Tageskurse. In Deutschlands ältestem Park im Bayerischen Wald gibt es beispielsweise Kurse zur Sprungtechnik. Dort lernen Biker, wie Hindernisse richtig einzuschätzen sind, wie kontrolliert abgesprungen und auch wieder sicher gelandet wird. Eine Übersicht zu den Bikeparks in Deutschland bietet zum Beispiel das Portal www.bikeparkmap.de.



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Kommentare zu diesem Artikel
Kristian sagt
Mountainbiking ist der hammer
02. März 2011 um 15:29 Kommentar melden
Marcel 01 sagt
ich fahr wenn dann richtig im gelände macht richtig spaß aber ich fahr halt auch renneinsätze und hab clickpedale damit springt man besser und hat gleich die doppelte kraft weil man mit einem bein drücken mit dem andern ziehen kann und man steht sicherer
20. Dezember 2010 um 09:49 Kommentar melden
Natha sagt
Is voll cool ....
16. März 2009 um 13:42 Kommentar melden
Tobias94 sagt
Find ich coll i tue auch gelentlich mountainbiken
03. März 2009 um 19:45 Kommentar melden